Urlaubsreisen werden immer kürzer

Auch wenn die Gesamtzahl der Urlauber stabil bleibt (2002: 53% – 2003: 52% – 2004: 53%) so gibt es doch drastische Veränderungen, denn die Urlaube werden immer kürzer.

Dauerte ein Urlaub 1980 noch 18 Tage, so waren es 1990 schon nur mehr 16,3 Tage. Im Jahr 2000 ging der Trend weiter auf 14,8 Tage und 2004 brlieben dann gerade noch 12,8 Urlaubstage pro Deutschem. Ein Rückgang der Reisedauer im zweistelligen Bereich! (Quelle: 21. Tourismusanalyse des Freizeitforschungsinstituts der British American Tobacco (BAT)

Offenbar können sich immer weniger Urlauber noch den klassischen Zwei-Wochen-Urlaub leisten – doch statt ganz zu verzichten fährt man eben kürzer weg. 1992 waren noch 81 Prozent länger als zwei Wochen auf Urlaub, schon 2000 waren es nur mehr 74 Prozent und 2004 gar nur noch 53 Prozent.

Der Trend zu Kurzreisen verstärkt sich – die grenzenlose Reiselust stösst an finanzielle Grenzen. Problem, aber auch Chance für den Tourismus. Nahziele, die zB mit dem Auto erreichbar sind, gewinnen wieder an Attraktivität, und Städte können als Kurzurlaubsdestination punkten. Ebenfalls stark im Trend: Lastminute Reisen die besonders kurzfristig gebucht werden, haben sich als Alternative etabliert.

Mit der nun hereichbrechenden Rezession, die sich nocheinmal als verstärkender Faktor in der Reisebranche auswirken wird, werden sich diese Trends noch verstärken.

Auch wenn die Reiselust der Europäer nicht sinkt, so gibt es doch gewaltige Einbußen im Tourismus, denn die durschnittliche Reisedauer wird immer kürzer.

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